Wednesday, February 4, 2015

LAOS - LUANG PRABANG/OUDOMXAY



Nach knapp eineinhalb Monaten in Thailand wurde es Zeit für ein neues Land und früher als gedacht ging es von Chiang Rai aus nach Luang Prabang, Laos.

Wir entschieden uns für die Tour auf dem Mekong und so hatten wir zwei Tage auf einem Slowboot Zeit, in einem neuen Land anzukommen. Auch wenn mal wieder nach asiatischem Muster anstatt 70 geschätzte 100 Personen inklusive Reissäcke und frischem Fischfang auf dem Boot Platz fanden, war das Entlangschippern mit so einer schönen Uferaussicht doch was ziemlich nettes. 
Eine Sache, die wir übrigens auf jeden Fall schon auf der Reise gelernt haben: überall, wirklich überall schlafen. Wir werden durch so viel asiatischen Einfluss schon fast eingebürgert, denn auch Asiaten selber schlafen auf Pritschen an der Straße, nachts an der Rezeption, auf Liegen in ihren eigenen Geschäften oder in Bussen in den erdenklich unterschiedlichsten Positionen. 
Egal wie ruppig die Straße oder wie hoch der Wellengang gerade ist, Amelie und ich pennen, denn man muss ja jede Situation nutzen :) aber keine Sorge, bei insgesamt 14 Stunden Fahrt, wird ab und zu natürlich noch die Landschaft genossen und selbst verständlich gegessen.

In Luang Prabang angekommen, wurde dann zwei Tage die Stadt erkundet. An einem Tag mieteten wir uns ein Fahrrad, fuhren durch die Gegend und saßen plötzlich in einem Garten zwischen 5 Bier trinkenden Laoten, die uns willkommend zuwinkten. (Keine Sorge, wir hatten Ben dabei. Groß, deutsch mit Muskeln. Auf Laoten muss es ziemlich angsteinflößend wirken) Es war einer der womöglich surrealisten Momente, als plötzlich einer von ihnen anfing, Keyboard zu spielen, während ein anderer dazu sang, das alles mit riesigen Verstärkern, sodass es das ganze Dorf beschallte und ein anderer wiederum damit beschäftigt war, ein Huhn fürs Abendessen zu rupfen. Im Nachhinein muss ich einfach nur lachen, wenn ich an diese Situation denke. So etwas passiert einem in Deutschland eher weniger. Nach ordentlichem Applaus unsererseits, einigen Schlücken Laobeer und Unterhaltungen auf naja englisch kann man es nicht gerade nennen, schafften wir es, uns zu verabschieden. Sie hätten bestimmt noch ihr Hühnchen mit uns teilen wollen. Was soll man sagen: offene, nette, zuvorkommende Menschen!
Außer dem eher touristischen, wenn auch sehr schönem, Nachtmarkt und einigen Tempeln konnte man mehr in Luang Prabang nicht unternehmen und so ging es weiter in den Norden mit dem eigentlichen Ziel, abseits des Trubels trekken zu gehen. 

Dies stellte sich im Nachhinein leider als eher schwieriger heraus. 

Nach 8 Stunden Busfahrt durch echt arme Dörfer und viele Kurven später kamen wir endlich in Oudomxay an. Als ich am Tag darauf den halben Tag versucht habe herauszufinden, WO zum Geier man hier in den Bergen wandern kann und WER so etwas vielleicht anbietet, wurden meine Hoffnungen letztenendes durch viel zu hohe Preise enttäuscht.
Dann wurde auch noch Amelie krank und das Ende der Geschichte: "Abenteuer in Oudomxay" war, dass arme Amelie hier 5 Tage mit Medikamenten von einem chinesischen Opa im Zimmer verbrachte, ich mich um Essen kümmerte und meine Zeit mit Markt-Expiditionen und online Shameless Folgen nachschauen, verbrachte.
Naja solche Tage müssen auch mal sein.

Morgen geht es dann hoffentlich, sobald alle Beteiligten sich fit genug fühlen, weiter nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. 

Viele sonnige Grüße und auf bald.

Rosanna xx





Luang Prabang












Crewlove in Luang Prabang















Oudomxay



















1 comment:

  1. wow, was für eine unglaubliche zeit ihre gerade haben müsste. bin sehr neidisch.

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