Monday, March 2, 2015

KAMBODSCHA - ANGKOR / SIEM REAP / PHNOM PENH



Wow. 

Also Angkor ist definitiv etwas besonderes. 


Um 5 Uhr morgens fuhren wir mit unserem privaten Tuk Tuk los in Richtung Angkor. Warum wir uns diesen Luxus gegönnt haben, ist eigentlich einfach zu erklären: laufen geht gar nicht, weil die Tempel von Angkor auf einer Fläche von 400 Quadrat Kilometern verteilt liegen, ein Fahrrad kostet pro Person nur 2$ weniger und es ist verdammt HEIß! Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich vermutlich noch nie in meinem Leben so viel geschwitzt habe. Es ist nicht normal! Immer ganz dem Motto: raus mit all dem Gift...

Im Nachhinein sind wir auch unglaublich froh, diese etwas kostenspieligere Variante gewählt zu haben. Die Zeit Im Tuk Tuk von Temple zu Temple war mit Abstand eine der kühlsten und entspanntesten, denn Angkor ist auch echt ordentlich anstrengend. 

Wir kamen also noch im dunklen am ersten Tempel an, stolperten durch Eingangsportale, ohne genau erkennen zu können, durch was für Bauten man da eigentlich schreitet und suchten uns einen -wir versuchten es zumindest- ruhigeren Sonnenaufgang Spot. Dieser Versuch scheiterte leider. Der Ansturm war unreal! Tausende Touristen versammelten sich um einen Tümpel vor Angkor Wat, um DAS besagte Sonnenaufgang Foto zu machen, dass im Endeffekt dann jeder hat. Klar, es ist einfach wunderschön die Sonnenspiegelung zu sehen, aber letztenendes hatten wir den Eindruck, dass es allen nur um das Foto ging und nicht um den Moment. Wir fanden einen guten Platz auf den Treppen eines nah gelegenen Tempels und konnten so das Treiben um uns herum sehr gut beobachten. Alle hatten ihre Handy draußen, machten ununterbrochen Bilder, nur um der Welt zu zeigen: ich war da. Aber waren sie dann wirklich da, in dem Moment und haben einfach nur die Sonne beobachtet? Ich bezweifle das...
Es war selbst für uns schwer, das ganze Wuseln um uns herum abzuschalten. Alle redeten ununterbrochen laut, es kamen Verkäuferinnen, die einem Schals, Postkarten und Bücher andrehten. Dabei wollten wir nur eins: den Moment genießen.

Mit leicht geteilten Gefühlen nach dem Sonnenaufgang erkundeten wir erst Angkor Wat und fuhren daraufhin von Tempel zu Tempel. Super gut gefiel mir Bayon, der mir mit seinen in Stein gemeißelten Gesichtern die Sprache verschlug. Die ganze Zeit muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass diese Tempel vor knapp 1000 Jahren von Menschenhand erbaut wurden. Wow.
Der Tomb Raider Tempel im Dschungel war definitiv ein weiteres Highlight. Ich habe noch nie solche coolen Bäume gesehen! Vielleicht kommt das auf den Bildern weniger rüber, aber wenn man sieht, wie die Natur sich den Tempel zurückholt und die Baumwurzeln sich über die Ruinen schlägeln, wie ein Hand, die nach etwas greift, ist man einfach nur sprachlos, wie so oft in Angkor.

Einer der letzten Tempel, die wir uns an diesem Tag anschauten, war ein viel ruhigerer ohne Trubel. Erst in diesen Ruinen konnten wir uns entspannt hinsetzten und alles nochmal auf uns wirken lassen. (In den bekannten Tempel muss man aufpassen, dass einem die Selfie-Sticks nicht ins Gesicht geschlagen werden.) 

Um 3 Uhr mittags waren wir dann vollkommen platt und wollten nur noch in unser Hotelzimmer mit air con. Die Hitze, die vielen Menschen und dann auch noch die ganzen Eindrücke ziehen an der Energie und wenn man jetzt im Nachhinein hört, wie lange andere durchhielten, sind wir schon etwas stolz auf uns :)


Unsere restlichen Tage in Siem Reap verbrachten wir hauptsächlich mit dem Hineinschleichen in fremde Hostelpools, was erstaunlich gut klappte. Man erträgt sie Mittagshitze sonst einfach nicht und ich muss zugeben, wir waren mal wieder extrem faul.

Dann ging es mal wieder in einem wunderschönen ranzigen Sleepingbus nach Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha, in der wir am Morgen Yannick (meinen wunderschönsten Bruder) und Julia (seine wunderschöne Freundin) trafen. Juhuuuuuu kleine Familien-Réunion. Super schön, immerhin einen Part der Familie wieder zu haben, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist.

Wir besuchten zusammen den Markt hier, spielten viel Karten in kühlen Cafés, besichtigten die Killing Fields und tranken jede Menge gutes Angkor Bier. 
Ich empfehle übrigens jedem, der in Kambodscha reist, sich die Killing Fields anzuschauen. Es war eines der bewegendsten Museen, in dem ich je war und auch eines der stillsten, weil es wirklich jeden sehr berührt und man eigentlich keine Worte mehr findet. Über den Genozid, der sich hier in Kambodscha von 1975-1979 abspielte, wusste ich vorher nichts, wofür ich mich echt schäme. In der Schule ging es für ein paar Stunden vielleicht um den Vietnamkrieg, aber diese Massenexekutionen von 3 Millionen Kambodschanern unter dem Khmer Rouge Regime blieben unerwähnt. Schande über den deutschen Geschichtsunterricht. 
Ich finde, man muss wirklich darüber Bescheid wissen, wenn man hier reist. Es ist ein Teil der Geschichte, der immer noch seine Spuren zeigt.


Für uns vier ging es dann heute weiter nach Kampot, einer Stadt im Süden. Super schön ruhig mit viel Charme.
Bis zum 16. März werden wir unsere Zeit in Kambodscha verbringen, bevor wir nach Jakarta in Indonesien fliegen. Wupwuuup 

Bis dahin viele Kussis,


Rosanna mit Amelie, Yannick und Julia xxxx























Für 5€ macht Amelie alles...





















Das sind longbeans...bester Snack überhaupt! :)







Haaa wir sind die bescheuertsten Touris überhaupt! Aber immerhin hatten wir eine Menge Spaß in Angkor...

























Familienreuion <3





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